Und was machst Du so? TĂ€glich blau! - Handwerk Nordfriesland
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Und was machst Du so? TĂ€glich blau!



Von der Digitalisierung und gleichzeitigen Entschleunigung des existenziellen Wirtschaftssektors Landwirtschaft

Welchen Stellenwert die Landwirtschaft in der heutigen Gesellschaft hat, zeigt das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage. Ist der Beruf des Landwirtes nach Meinung der Befragten, unter den Angesehensten, geht es um die soziale Bedeutung fĂŒr unseren Staat und dessen Bevölkerung.

TĂ€gliche politische Diskussionen und Positionierungen zu Themen wie CO2-Verminderung, nachhaltige Produktion und Weidetierhaltung fĂŒr besseres Tierwohl, Nitratgrenzwerte und schonenden Ackerbau mit ökologisch sinnvollen Fruchtfolgen um das Ausnutzen des Bodens zu verhindern, beschĂ€ftigen Landwirte und Lohnunternehmen deutschlandweit.

FĂŒr effizientes und schonendes Arbeiten auf Feldern, in Weinbergen und weiteren landwirtschaftlichen NutzflĂ€chen, werden hochentwickelte AnbaugerĂ€te, Trecker und Ernte- oder SĂ€maschinen eingesetzt. Ein renommierter deutscher Hersteller der Landbautechnik, welche sich in den letzten Jahrzehnten exorbitant schnell weiterentwickelt hat, ist die in Alpen (Nordrhein- Westfalen) ansĂ€ssige Firma Lemken. Austragungsort des diesjĂ€hrigen 6. Tag der LandBauTechnik und Gastgeber fĂŒr HĂ€ndler, Außendienstmitarbeiter und GeschĂ€ftsfĂŒhrer diverser Kooperationspartner des Bundesverbandes der LandBauTechnik. Der amtierenden PrĂ€sidenten des Bundesverbandes, Ulf Kopplin und Firmengesellschafterin Nicola Lemken, begrĂŒĂŸten die schĂ€tzungsweise 120 Teilnehmer am 27. MĂ€rz in den Hallen des seit 239 Jahren bestehenden und in siebter Generation gefĂŒhrten Familienbetriebs, welcher weitere ProduktionsstĂ€tten in Russland, Indien, China und Haren/Deutschland, unterhĂ€lt.
Die Kongress-Teilnehmer erwartete unter anderem eine FĂŒhrung durch die ProduktionsstĂ€tte des Unternehmens mit der signifikanten blauen Farbe.
„Hier wird jeden Tag blau gemacht – und das mit großem Erfolg“, scherzte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Anthony van der Ley wĂ€hrend seiner detailreichen Firmenvorstellung unter dem Titel „Agro-Vision“. Der anschließende Rundgang durch das Firmenareal erlaubte Einblicke in die Herstellung von PflĂŒgen, Saatmaschinen und weiteren AnbaugerĂ€ten fĂŒr Pflanzenschutz und Feldbestellung.

Aber nicht nur der Bezug zur Praxis auf fruchtbaren Agrarboden wurde an diesen beiden LandBauTechnik-Tagen hergestellt. FachvortrĂ€ge ausgesuchter Referenten wie unter anderem Vize-PrĂ€sident Ludger Gude oder Heinz-Georg Mors, hatten behandelten das Top-Thema schlechthin fĂŒr alle Bereiche der Wirtschaft: Nachwuchsgewinnung und Mitarbeiterbindung.

Wer den Wert handwerklicher Berufe erkannt hat, ist in der Lage sich in einem TĂ€tigkeitsfeld zu entwickeln, das jedem die Chance gibt, etwas zum Gemeinwohl beizutragen, aber trotzdem seinen eigenen Weg beschreiten zu können. Es ist nicht nur der Meister in einem Betrieb gefragt, existenziell fĂŒr die Wirtschaft und fĂŒr ein Unternehmen sind Service-Techniker, die tĂ€glichen Kundenkontakt haben, Netzwerke stabilisieren und nicht nur das technische Knowhow mitbringen.
„Der Wille zur Weiterentwickelung, Fortbildung, Neugier und Bereitschaft Neues zu entdecken -  das ist es, was unser Nachwuchs mitbringt und deutlich zeigt, wie uptodate Landwirtschaft und Agrartechnik sind.“ Heinz-Georg Mors, Vorstandsmitglied Bundesinnung Landmaschinen, hob die Bedeutung der Überbetriebliche nAusbildung als Erfolgsrezept fĂŒr die Zukunft des Handwerks hervor. Blanke Theorie gehört nicht zu jungen Menschen, die am Ende eines Tages sehen wollen, was sie erschaffen haben. Haptische Erfahrungen, Substanzen fĂŒhlen und sichtbare Ergebnis – das ist es, was im Handwerk begeistert. Wie intensiv und wie herausfordernd das Handwerk auch auf dem Gebiet der LandBau-Technik ist, zeigt das Ergebnis der Bundesbesten, die durch den nordrhein-westfĂ€lischen Minister fĂŒr Arbeit, Gesundheit & Soziales, Karl-Josef Laumann, und den PrĂ€sidenten des Bundesverbandes fĂŒr ihre besonderen Leistungen geehrt wurden.

Nikolas Mayr (1. Bundessieger), Thomas Biermann (2. Bundessieger) und Marco Schwarz (3. Bundessieger) zeigen wie es geht! Und mit Recht sind die Ausbildungsbetriebe stolz auf ihren Nachwuchs. Aber Halt Stop: gerade hier muss man ansetzen! Neuen Schwung in die Ausbildung bringen, Ausbildungsverantwortliche und Ausbilder gern einmal von ihrer Verantwortung befreien und neue Gesichter einsetzen - und auch mal die Richtung Àndern. Eine andere Art des Unterrichtes zulassen und junge Menschen begeistern, mitnehmen, auf dem Weg ins Arbeitsleben.
Der Diamantene Meisterbrief wurde an Landmaschinenmechaniker-Meister Heinrich Feuls aus Kamp-Lintfort ĂŒberreicht, der seinen Meisterabschluss vor 60 Jahren absolvierte.

Erich Hang erhielt das Goldene Ehrenzeichen des LandBauTechnik-Bundesverbandes e.V., fĂŒr seine herausragenden Dienste im Handel und Handwerk auf diesem Gebiet.
GeschĂ€ftsfĂŒhrer LandBauTechnik-Bundesverband e.V., Ulrich Beckschulte und der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Michael Oelck, pflichten ihrem Vorstandsmitglied bei. ErgĂ€nzende Themen waren des weiteren Zufriedenheitsanalysen des Handels und seiner Fabrikate, neue Gesetze und Verordnungen und Situationsbericht aus der Branche.
Und wie sieht die Zukunft fĂŒr die Landwirtschaft aus? Gerade in einem Kulturland wie Schleswig-Holstein ist diese Frage von immenser Bedeutung. DLG-PrĂ€sident Hubertus Paetow hat die passende Antwort parat. „Es wird eine Kombination sein, eine ErgĂ€nzung aus Bauernhofidylle und Landwirtschaft 4.0.“ Diese Mischung wird durch den Verbraucher abgefordert, bestimmt und ist richtungsweisend. „Wir können nicht nur entschleunigte Landwirtschaft betreiben, aber wir können langfristig dafĂŒr sorgen, dass durch unsere Technik effizientes Produzieren auch nachhaltig und ökologisch sinnvoll ist. Immer im Einklang mit Tier- und Umweltschutz.“

Und wie wird ein Unternehmen noch erfolgreicher? Abgesehen von hervorragend ausgebildeten und hochmotivierten jungen Service-Technikern oder Mechatronikern, welche auf dem Feld fĂŒr die Instandsetzung der AnbaugerĂ€te oder Zugmaschinen, Erntemaschinen verantwortlich sind? Da muss auch noch die Software stimmen. Gemeint ist damit KommunikationsstĂ€rke, Ideenreichtum und FlexibilitĂ€t in der Arbeitszeitgestaltung – nicht nur ein Thema fĂŒr junge MĂŒtter, sondern auch fĂŒr VĂ€ter mit dem BedĂŒrfnis ihre Kinder betreuen zu können – aber auch Verfahrensdokumentation und Mitarbeiterbindung gehören in ein Firmenkonzept, um sich arbeits/-rechtlich abzusichern.

Unterschiedliche Referenten brachten auch am zweiten Tag des Bundesevents DenkansÀtze, Impulse und Visionen mit in die Runde der Zuhörer.
Unterm Strich steht: unser aller Zukunft liegt in den HÀnden qualifizierter FachkrÀfte, die durch innovative Ausbildungsstrategien und ihrer eigenen Ideologie und Intension folgend, den Sektor der LandBauTechnik bereichern und ausbauen werden.



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