Sommerempfang Handwerk Schleswig-Holstein e.V. - Handwerk Nordfriesland
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Sommerempfang Handwerk Schleswig-Holstein e.V.



Sommerempfang Handwerk SH e.V.

Digitalisierung macht Entfernungen bedeutungslos

Out of the box und einfach mal machen! Der Weg in die gesicherte wirtschaftliche Zukunft gehört den Mutigen. Kreativität im Handeln und im Gestalten der Unternehmensphilosophie.

Der Sommerempfang in der Sparkassen Arena Kiel, zu dem der Handwerk Schleswig-Holstein e.V. geladen hatte, wurde geformt durch Impulse und Fakten aus Politik und Wirtschaft. Beide Zweige sind untrennbar miteinander verknĂĽpft. Als Vereinigung der Fachverbände und Kreishandwerkerschaften sorgt sich das Handwerk e.V. gleichermaĂźen um Innovation, Fortschritt und dem Schaffen von Verbindungen zwischen Politik, Bankenwesen und der Wirtschaftsmacht Handwerk. Gerade die Mittelstandsproblematik, demographischer Wandel und Fachkräftemangel sind politische Themen, die nicht nur jedem Unternehmer unter den Nägeln brennen. Sie polarisieren, ziehen kritische Perspektiven in der Bevölkerung nach sich. Aber sie beinhalten Chancen. Entwickungspotenzial und ein Eldorado fĂĽr Freidenker. Ideengeber sind gefragt und Menschen mit „Out of the box“ – Denken. Flexiblere Arbeitszeitmodelle, optimale Breitbandversorgung, die RĂĽckeroberung ländlicher Räume nicht nur als Destinationen sondern als renommierte Wirtschaftsstandorte – der Minister fĂĽr Inneres, ländliche Räume und Integration Hans-Joachim Grote, nutzt diese Schlagworte treffsicher. Auch der Vorsitzende der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lemmers, mahnt an, dass der wahre Norden investieren muss. Digitale Transformation und die positive wirtschafts-geographische Lage zwischen Nord- und Ostsee, mit der optimalen Ostanbindung und Seewegen, sind optimale Paramter fĂĽr ein Wirtschaftswachstum im Norden. 

In seiner Rede zitiert Minister Grote den GlĂĽcksatlas. Deutschland steht dort weltweit an Platz 15, die glĂĽcklichsten Menschen leben bundesweit in Schleswig-Holstein. Bezeichnend ist, dass hier die Emotionalität im Fokus steht: GemĂĽtlichkeit, Offenheit und das SH „heimelig ist“. „Wie wird es in 20 Jahren sein – im echten Norden? Es ist existenziell, dass wir uns die Zukunfstfrage stellen“, mahnt der Minister an. „Unbedingt technischen Fortschritt wie autonomes Fahren oder Waren aus dem 3-D Drucker fest in den Zukunftsplan integieren.“ Im Landesentwicklungsplan bezeichnet Grote die Kommunen als zentrale Bausteine fĂĽr eine nachhaltige und positve Gebietsentwicklung. 

Der Vorsitzende der IB.SH, Westermann-Lemmers, sieht die Notwendigkeit der Investition in digitaler Kompetenz. Exemplarisch sei genannt, dass Dachdeckerbetriebe bereits Drohnen einsetzen um erste Schadensgutachten oder Angebote zu erstellen, Unternehmen des Elektorhandwerks einen Anstieg der Installation von Smat-Home-Anlagen verzeichnen, Sattler 3-D-Drucker einsetzen und Tischler in ihren Planungen zur besseren Veranschaulichung virtuel reality Brillen verwenden. 

In seiner Funktion als Päsident des Handwerk Schleswig-Holstein e.V. verdeutlicht Thorsten Freiberg, dass die Wirtschaftsmacht Handwerk nicht durch Akademiker lebt, sondern durch die Förderung kreativen Nachwuchses und innovativer junger Menschen, welche ihre Arbeit zur Berufung machen und den Weg in neue Technologien geöffnet sehen. Bundespolitische Aufgabenstellungen wie Wohnraumschaffung oder gedämpfte Wachstumsdynamik in der Wirtschaft, fanden ihr Diskussionsforum ebenso wie unternehmesstrukturelle Themen im Handwerk. So war die hohe Altersstruktur in GeschäftsfĂĽhrungen, das Meister-Bafög oder auch die verhältnismäßig geringe weibliche Unternehmensnachfolge Nährstoff fĂĽr konstruktive Gespräche im Anschluss der offiziellen Ansprachen, der die schätzungsweise 160 Teilnehmer enthusiastisch nachkamen. 



Fotos: Silke Kurtz - Fotografie

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