Turbulente Zeiten fĂŒr Energiebeschaffung - Handwerk Nordfriesland

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    Turbulente Zeiten fĂŒr Energiebeschaffung

    Stadtwerke Husum passen Preise fĂŒr Erdgas an – historische Entwicklung an MĂ€rkten – Strompreise bleiben trotzdem stabil – Stadtwerke fangen Kunden insolventer Energieanbieter auf

     

    HUSUM. Die Energiepreise am Großmarkt kannten ĂŒber viele Wochen nur eine Richtung: nach oben. Besonders die Kosten fĂŒr die kurzfristige Beschaffung von Erdgas hatten sich Anfang Oktober binnen eines Jahrs nahezu verzehnfacht. Diese historische Entwicklung bleibt auch fĂŒr die Stadtwerke Husum GmbH nicht ohne Folgen: Im Zuge der Geschehnisse steigen die Gaspreise. „Dank unserer langfristigen Beschaffungsstrategie können wir die immensen Preissteigerungen am Spotmarkt fĂŒr unsere Kunden erheblich abfangen. Dennoch steigt unser Gaspreis zum 1. Januar“, sagt Benn Olaf Kretschmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Husumer Stadtwerke. Umso mehr freue er sich, dass die Strompreise unverĂ€ndert bleiben. Das sei in der derzeitigen Situation keine SelbstverstĂ€ndlichkeit.

     

    Einige Energieversorger mussten auf Grund der hohen Beschaffungspreise sogar Insolvenz anmelden oder VertrĂ€ge kĂŒndigen. „In Husum bleibt aber trotzdem jedes Wohnzimmer hell und warm. Denn als von der Bundesnetzagentur bestimmter Grundversorger fangen wir diese Kunden in unserem Netzgebiet auf, ohne dass sie sich aktiv darum kĂŒmmern mĂŒssen“, beruhigt Benn Olaf Kretschmann.

     

    Wirtschaft boomt weltweit: Energiehunger

    Die GrĂŒnde fĂŒr die Preisexplosion sind vielfĂ€ltig. Das lange und kalte FrĂŒhjahr 2021 ist sicher einer davon. Die Gasspeicher in Deutschland sind deshalb weniger gefĂŒllt als sonst, gleichzeitig steigt jedoch weltweit die Nachfrage nach den Rohstoffen. Insbesondere der Energiebedarf in Asien durch den Post-Corona-Boom beherrscht das Geschehen an den HandelsplĂ€tzen. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew) haben sich die Großhandelspreise fĂŒr Erdgas im innerhalb eines Jahres am Spotmarkt fĂŒr die kurzfristige Beschaffung verzehnfacht. ZusĂ€tzlich steigen CO2-Preise fĂŒr Erdgas auf die nĂ€chste Stufe. Energielieferanten wie die Husumer Stadtwerke mĂŒssen Emissionsrechte fĂŒr die Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) kaufen, die bei der Verbrennung des jeweiligen EnergietrĂ€gers anfĂ€llt. Diesen CO2-Preis fĂŒr fossile Brenn- und Treibstoffe hatte die Bundesregierung Anfang dieses Jahres eingefĂŒhrt. Er soll Verbraucher zu einem sparsameren Verbrauch motivieren. Ab 1. Januar 2022 klettert der Emissionspreis je Tonne auf 30 Euro und dann weiter bis auch 55 Euro je Tonne CO2 im Jahr 2025.

     

    Besser sieht es beim Strom aus: Auch hier ist die Beschaffung an den MÀrkten massiv teurer geworden. Jedoch sinken die staatlich festgelegten EEG-Umlagen. In Kombination mit der langfristigen, professionellen Einkaufsstrategie ist das der Grund, warum die Husumer Stadtwerke die Strompreise in der Grundversorgung auch unter erschwerten Bedingungen halten können.

     

    Die Preise ab Januar

    Erdgas wird fĂŒr Kundinnen und Kunden der Husumer Stadtwerke zum Jahreswechsel erstmals seit drei Jahren teurer. FĂŒr einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden bedeuten die neuen Erdgaspreise in einem Standardtarif monatliche Mehrkosten von 22 Euro.

     

    Nur ein Teil der Kosten ist beeinflussbar

    Energieversorger wie die Husumer Stadtwerke sind nur fĂŒr einen kleinen Teil der Preiszusammensetzung verantwortlich. Denn beim Gas ist ein Drittel der Preise vom Staat festgelegt, durch Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte. Beim Strom sind in diesem Jahr 75 Prozent staatlich bestimmte Kostentreiber. Benn Olaf Kretschmann betont, dass die Husumer Stadtwerke den Spielraum, den sie bei der Energiebeschaffung haben, professionell ausnutzen. Durch eine nachhaltige Beschaffungsstrategie minimiert der Energieversorger das Preisrisiko. „Von den Vorteilen, die wir beim Einkauf erwirtschaften, profitieren stets unsere Kunden“, sagt Benn Olaf Kretschmann.


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